
| 15.09.2008Überwachung von Hochspannungsmasten Der Zahn der Zeit nagt überall, auch an Hochspannungsmasten. Der Mastenstahl rostet nämlich mit der Zeit. Der Rost beeinträchtigt nicht nur die Schönheit der Stahlkonstruktion, sondern auch deren Sicherheit und Funktionalität. Deshalb muss man Hochspannungsmasten dagegen schützen. Die Festlegungen für den Korrosionsschutz finden sich in der Norm DIN EN ISO 12944; zusätzliche Richtlinien sind in der ZTV-ING. Für ein so wichtiges Objekt wie einen Hochspannungsmasten erarbeitet man zunächst den besten Korrosionsschutz- und Qualitätssicherungsplan, was auch die Budgetberechnung mit einschließt. Das geeignete Korrosionsschutzsystem und das richtige Applikationsverfahren werden hierfür ausgewählt. Dann muss die Qualität des Korrosionsschutzes durch Schichtdickenmessungen regelmäßig überprüft werden. Für eine eventuelle Entfernung eines schon bestehenden Korrosionsschutzes müssen geeignete Sanierungsmaßnahmen getroffen werden. Nach der Sanierung kann ein neuer Korrosionsschutzplan angewendet werden. Die Arbeitsgänge beim Korrosionsschutz lassen sich in drei Verfahrensschritte einteilen. Zunächst werden bei der Oberflächenvorbereitung alte Reststoffe, wie zum Beispiel alte Farbschichten, Verschmutzungen und Rost, entfernt. Dann wird ein Untergrund aufgetragen, der eine besonders hohe Haftfestigkeit der Rostschutzbeschichtung bewirkt. Schließlich trägt man die eigentliche Schutzbeschichtung auf. Der Korrosionsschutz von Hochspannungsmasten erfolgt mit giftigen, schwermetallhaltigen Chemikalien. Dies erfordert erstens äußerste Sorgfalt in Hinblick auf die Umwelt und zweitens auch besonders sorgfältige und sicherheitsbewusste Einarbeitung der verantwortlichen Arbeitskräfte. Zur technischen Überwachung der vielfältigen, gefahrenreichen Gesichtspunkte von Korrosionsschutz- und Sanierungsarbeiten bei Hochspannungsmasten werden staatlich geprüfte Korrosionsschutztechniker eingesetzt. Man ist besonders vorsichtig im Umgang mit giftigen Bleirückständen. Bleimennige und Bleisilikochromat sind hierbei zwei besonders umweltschädliche Bleirückstände. Für die Messung der Schichtdicke des Korrosionsschutzes an einem Hochspannungsmast setzt man Schichtdickenmessgeräte ein. Die Schichtdicke kann eigentlich nur von geübten Technikern, die den Masten tatsächlich hinaufklettern, geprüft werden. Daher ist es wichtig, über kabellose Schichtdickenmessgeräte zu verfügen. Diese kabellosen Schichtdickenmessgeräte sind kleine, nur daumengroße Funkmesssonden. Die Techniker tragen sie beim Klettern mit einer Handschlaufe. Der Korrosionsschutz von Hochspannungsmasten ist eine Aufgabe für schwindelfreie, kletterfreudige Menschen! |
MESSE
ChinaCoat 2010
September 27–29 in Guangzhou
GICEC (Pazhou Complex)
Hall 10.2, Zone 2
Booth 10L33

