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08.09.2008Schichtdickenmessung in der Automobilindustrie

Die Schichtdickenmessung wird immer wichtiger, vor allem in der Automobilindustrie. Mit einer Schichtdickenmessung werden mit verschiedenen Verfahren die Dicke eines Lacks oder einer Beschichtung gemessen.
Bei vielen metallischen Bauteilen ist zur Erhaltung der Oberfläche ein spezieller Korrosionsschutz wichtig. Dieser Schutz wird als Grundlage auf das Metall aufgetragen. Er verhindert die Bildung von Rost und konserviert somit die Oberfläche gegen witterungsbedingte Störgrößen. Auf diesen Korrosionsschutz wird meist eine weitere Grundierung aufgetragen, die ein Haften der anschließenden Lackierung ermöglicht. Abschließend wird der eigentliche Lack in mehreren Schichten aufgetragen und mit einem Klarlack versiegelt.
Die Lacke werden mit einem Airbrush Gerät fein aufgetragen, in der Automobilindustrie übernehmen große Roboter, die komplett computergesteuert sind und sich ihren Weg mit Lasern bahnen, die Lackierung. So wird eine gleichmäßige Lackierung ermöglicht. Der Klarlack wird nach dem gleichen Prinzip aufgetragen, allerdings an einer anderen Station. Damit keine falschen Farbpartikel auf eine fremde Karosse kommen, haben die Robotor ein selbst reinigendes System. Nach jedem Auftragen der Lackschicht wird die Karosserie in einen Ofen gebracht um dort auszuhärten. Natürlich wird in kleineren Betrieben noch mit der Hand lackiert, das Prinzip ist aber das Gleiche, nur dass hier kein Roboter den Airbrush Pinsel schwingt.
Der Klarlack härtet den Lack weiter und schützt die eigentliche Lackoberfläche vor kleinen Kratzern und Schlägen. Diese gesamten Arbeitsschritte werden bei jeder Lackierung eines anderen Metallstücks ebenfalls angewandt. Bei Industriegeräten wird oft eine besonders schlagfeste Pulverbeschichtung aufgetragen. Diese geschieht in einer abgeschlossenen Kammer mit erhitztem, farblich angepasstem, Granulat.
Die Geräte zur Schichtdickenmessung werden immer kleiner und handlicher, damit eignen sie sich hervorragend für Gutachter bei der Schadensbetrachtung vor Ort. Das Prinzip ist denkbar einfach, die meisten Geräte funktionieren durch ein magnetinduktives Verfahren. Die Sonde misst praktisch die magnetische Kraft und wertet sie im Gerät mit einer speziellen Software entsprechend aus. Die Ergebnisse lassen beispielsweise Rückschlüsse ziehen, ob ein Gebrauchtwagenfahrzeug bereits gespachtelt oder unprofessionell lackiert wurde.
Diese Möglichkeit der Einschätzung hat natürlich viele Fälle vor die deutschen Gerichte gezogen. Oftmals wurden Unfallschäden verschwiegen, die eine Schichtdickenmessung erst bewiesen werden konnte. Das Urteil bei Verschweigen eines Sachmangels ist eindeutig. Darüber hinaus wird man wegen Betrugs mit angeklagt. Aber nicht nur auf dem Gebrauchtwagenmarkt der Automobilindustrie sind diese Geräte sinnvoll. Viele Einsatzbereiche finden sich für die Messgeräte auch in der Qualitätskontrolle.

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