Internationale Standards für Korrosionsschutz im Schiffbau Weltweit arbeiten Reederein und Schiffswerften mit Stahl-, Lackherstellern, spezialisierten Dienstleistungs-Betrieben und Ingenieur-Büros zusammen, um die Sicherheit, die Rentabilität und das Qualitäts-Niveau für den Betrieb, den Bau und die Instandsetzung von Booten und Schiffen zu optimieren. Die durchgeführten Kontrollen der Konstruktion sowie die Überwachung von Beschichtungsarbeiten unterliegen für den Bau und die Sanierung von Schiffen internationalen Standards, da die Klassifizierungsgesellschaften in der Dachorganisation IACS (International Association of Classification Society LTD) organisiert sind und die IMO-Mitgliedsländer (International Maritime Organization) harmonisierte Standards vereinbart haben. Weil „Korrosion niemals schläft" ist jeder einzelnen Bereich eines Schiffes je nach seiner Beanspruchung unterschiedlich und sorgfältig zu beschichten. So sind beispielsweise Unterwasserrumpf und Ballasttanks am besten durch einen kathodischen Korrosionsschutz in Kombination mit Beschichtungssystemen zu schützen. Im Inneren und auf Deck des Schiffes garantieren ausschließlich Epoxy- basierte Beschichtungs-Systeme einen zuverlässigen Korrosionsschutz. Reduzierter Fahrtwiderstand und erhöhte Rentabilität des Schiffes werden mit speziellen Antifouling-Beschichtungen erreicht, die den Bewuchs am Unterwasserrumpf des Schiffes verringern. Damit diese unterschiedlichen Mehrschicht-Schutzsysteme fachgerecht aufgetragen und dokumentiert werden, ist ein standardisiertes Vorgehen bei den Beschichtungsarbeiten in Anlehnung an ISO 12944 notwendig, die heute im weltweiten Schiffbau hauptsächlich auf dem ursprünglich norwegischen FROSIO-, dem britischen ICORR und dem amerikanischen NACE- Zertifikaten basieren. Für dieses standardisierte Vorgehen bei Kontrolle und Überwachung von Beschichtungsarbeiten kann das neue modulare Mess-System QNix 8500® mit Dokumentations- und Statistik-Funktion besonders effizient eingesetzt werden.