
| 01.11.2010Funkbasierte Messsonden optimieren Schichtdickenmessung an mehrschichtigen Stahlkonstruktionen Die Vermessung von Beschichtungen an Stahlkonstruktionen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die oft auch hohen körperlichen Einsatz verlangt. Ein neuartiges Schichtdicken-Messgerät bietet hier Hilfestellung. Stahlkonstruktionen, wie Brücken, Pipelines oder Hochspannungsmasten sind wichtige Säulen der Infrastruktur. Deshalb stellt Korrosion dort einen wesentlichen Risiko- und Kostenfaktor dar. Um die Aufwendungen für den Korrosionsschutz während des gesamten Lebenszyklus eines Bauwerkes zu optimieren und Risiken einzuschränken, regeln Rahmenbedingungen die Verwendung von Korrosionsschutz-Beschichtungen an Stahlbauten sowie die Ausführung und die Überwachung der Beschichtungsarbeiten. Das betrifft auch und insbesondere das übliche Verzinken von großen Stahlkonstruktionen.
Kritische Stahlkonstruktionen wie beispielsweise Brückengeländer werden mit einem Duplex-Beschichtungs-System, basierend auf einer Feuerverzinkungs- und beispielsweise einer epoxyharzbasierten Beschichtung, geschützt. Aufgrund eines synergetischen Effektes lässt sich mithilfe der Duplex-Beschichtung eine Schutzdauer erreichen, die höher liegt als die Summe der einzelnen Schutzdauern des Zinküberzuges und der Beschichtung. Neben dem Beschichtungsstoff kommt vor allem der Qualität des Beschichtungsprozesses eine entscheidende Bedeutung für den Korrosionsschutz mithilfe der aufgetragenen Schichten zu.
Die Qualität der Beschichtung bestimmen die Beschichter vor Ort
Auch wenn die neuen Vorgehensweisen nach ISO 12944 Teil 5 und damit verbunden ISO 19840 einige Änderungen und Unklarheiten zwischen den Vertragspartnern hervorrufen, bestimmen zuletzt die Beschichter und die Inspektoren vor Ort über die Qualität der Beschichtungen. Insbesondere die richtige Einstellung und die zuverlässige Bedienung der Geräte entscheiden über die Richtigkeit der Messungen. Damit aber die Qualität eines Duplexsystems, also die Schichtdicke der Feuerverzinkung und der epoxybasierten Beschichtung auf dem Stahluntergrund gewährleistet ist, werden bevorzugt beide Schichten vermessen.
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Individuell und flexibel: Datenauswertung mit einem Tabellenkalkulationsprogramm. |
Besonders bei der Inspektion von Hochspannungsmasten oder anderen Stahlhochbauten, deren Schichtdickenmessung in den großen Höhen nur kletternd durchgeführt werden kann, bietet diese Messsonde einen entscheidenden Vorteil: Kein Kabel stört beim Besteigen des Mastes stört die Daten werden verlässlich im Handgerät gespeichert.
Für die strukturierte Datenerfassung lassen sich im Handgerät schon vor den Inspektionen Blöcke mit individuellen Benennungen anlegen, die dann bei den Prüfungen an den verschiedenen Kontrollflächen einfach ausgewählt werden. Neben der statistischen Bearbeitung der Messwerte mit dem Handmessgerät kann die komfortable Auswertung der Messdaten aber auch an einem Personalcomputer erfolgen. Außer allgemeinen statistischen Auswertungen wie beispielsweise der Bestimmung von Mittelwert und Standardabweichungen erlaubt es die Flexibilität eines Tabellenkalkulationsprogramms zudem, weitere spezielle Kenngrößen, insbesondere für die Anwendung internationaler Standards, schnell zu bestimmen.
Den vollständigen, im Mai und Juli 2010 veröffentlichten Bericht der Zeitschrift „Instandhaltung“ finden Sie unter: http://www.instandhaltung.de/stichwort/korrosionsschutz/
oder unter PRESSE Downloads.




